Griechische Teekräuter

Unter dieser Gruppe werden Pflanzen aufgeführt, die sich unbedingt als Tee-Aufguß eignen. Das heißt nicht, dass dies ihre ausschließliche Funktion ist. Als Heilmittel sind sie in den verschiedensten Ausprägungen von großem Wert für den menschlichen Organismus und seinen Geist.

Bergminze
Brennessel
Kretamelisse
Malve
Olivenblätter
Schachtelhalm
Wermut
Bergminze
Brennessel
Kretamelisse
Malve
Olivenblätter
Schachtelhalm
Wermut

Bergminze (WILDE MINZE)

Wilde Brennessel (Urtica dioica)

Melissa officinialis

Wilde Malve aus Kreta

Malve (Malva sylvestris) ist eine der Pflanzen, die bereits sehr früh in der Geschichte der Menschheit nicht nur als Lebensmittel sondern auch als linderndes Kraut für diverse Leiden verwendet wurde. So wird der griechische Name molocha (μολόχα) von dem griechischen Verb malasso (μαλασσω) „weich machen“ abgeleitet – das Leiden wird sozusagen „aufgeweicht“.

In der Volksmedizin wird der Malventee als schleimlösendes Heilmittel bei diversen Leiden wie z. B. trockenem Husten, Heiserkeit, Entzündungen der Mund- und Rachenschleimhaut, der Magenschleimhaut, bei Nieren- und Blasenleiden sowie bei Verstopfungen verwendet. Selbst als „Schmerzmittel“ zur Linderung bei der Entbindung findet die Malve Verwendung.

Im antiken Griechenland wurde die Malve sogar als Nutzpflanze angebaut, denn Malve wird nicht nur nachgesagt Hunger und Durst zu stoppen, sondern auch eine heilige Pflanze zu sein, da sich ihre Blüten stets zum Himmel drehen. Auch Hippokrates verwendete offenbar Malve zusammen mit Wein bereits als Kompresse gegen Ödeme und Entzündungen empfahl den Malventee bei frauenspezifischen Leiden. Plinios (77 v. Chr.) wird im Zusammenhang mit der Erwähnung der Malve folgendermaßen zitiert: 'derjenige, der jeden Tag einen halben Becher ihres Saftes trinkt, immun gegen alle Krankheiten wird…'.

Aus den getrockneten Pflanzenteilen wird seit Jahrhunderten ein Aufguss zubereitet. Äußerlich kann der Malventee ebenfalls bei trockner Haut, Neurodermitis und Schuppenflechte Verwendung finden. Laut Dioskurides sollen frische, rohe Blätter als Umschlag auch bei Insektenbissen, mit Öl gekochte Blätter bei Brandwunden und Entzündungen des Darms Linderung verschaffen.

Als Nahrungsmittel wurden damals nicht nur die Blätter und Sprösslinge, sondern auch die Wurzeln gegessen. So ist z. B. von den Byzantinern überliefert, dass sie einen nahrhaften Brei aus Malve und anderen Pflanzen zubereitet haben sollen. Die genießbaren Teile der Pflanze sind vach heutigen Erkenntnissen die Blätter, Sprösslinge und die Blüten. Der Malventee aus Kreta schmeckt hervorragend und ist eine Wohltat für den Körper.

Als Tee oder Extrakt

Der alte Riese Equisetum

Vor ca. 400 Millionen Jahren entwickelten sich bereits die Schachtelham-Gewächse. Der Riesen-Schachtelhalm aus Kreta ist der größte seiner Art und direkter Nachkomme der prähistorischen Pflanzen. Sein lateinischer Name (Equisetum telmateia) bezieht sich auf den Ort des Vorkommens der Pflanze, an dem der Riesenschachtelhalm am häufigsten anzutreffen ist: auf kalkhaltigem, morastigen (griechisch: telematiaios) Untergrund im Halbschatten von Laub- und Nadelwäldern. Der deutsche Name Schachtelhalm bezeichnet mehr oder weniger die zu einem Halm geformten Blätter der Pflanze. Verwandt ist er mit dem weit bekannteren Acker-Schachtelhalm (Equisteum arvense).

Der Riesen-Schachtelhalm aus Kreta, ebenso wie alle anderen Schachtelhalme, zeichnet sich u. a. dadurch aus, dass er Silizium in der Zellwand einlagert, so dass die Pflanze bis zu 7% Kieselsäure enthält. Dies führte auch zu dem Begriff „Zinnkraut“, mit dem der Schachtelhalm oft bezeichnet wird, da durch die Einlagerungen die Schachtelhalme auch als „Scheuermittel“ verwendet werden kann.

Bereits seit der Antike wird der Schachtelhalm aufgrund seiner ihm nachgesagten blutstillenden wundheilenden und harntreibende Wirkungen sehr geschätzt. Als Schachtelhalmtee kann die Pflanze innerlich und äußerlich angewendet werden. Bakterielle und entzündliche Erkrankungen der ableitenden Harnwege werden z. B. mit einer Durchspülung der Nieren mit Schachtelhalmtee bekämpft. Aber auch traditionelle Anwendungen bei Bartflechte, chronischer Bronchitis, allgemeinen Durchblutungsstörungen, Geschwüren, Haarausfall, zu starker Menstruation, Nagelbettentzündung, Blutungen, Nasenbluten, Rheuma und Gicht sind überliefert.

Eine positive Wirkung auf Haut und Schleimhäute durch den Schachtelhalm sind ebenfalls bekannt aufgrund seiner hohen Mengen an Kieselsäure und Mineralien (u. a. Magnesium und Kalzium). Auch das Gurgeln soll nicht nur die Schleimhäute in Mund und Nase unterstützen, sondern auch bei Halsschmerzen und Nasennebenhöhlenbeschwerden helfen.

Darüber hinaus schmeckt ein Tee-Aufguss auch noch wirklich lecker. Alleine der Geruch des losen Schachtelhalms bewirkt eine starke Sehnsucht nach Kreta. Sie können den Aufguss im Grunde ganz nach Ihrem Gusto gestalten. Die folgende Zubereitung soll nur eine Richtung vorgeben. Geben Sie 1-2 Teelöffel ggf. gehackten Schachtelhalm in einen Topf und lassen Sie das Kraut für ca. 10 Minuten in etwa 250ml Wasser köcheln. Danach lassen Sie den Sud weitere ca. 15 Minuten ziehen bevor Sie ihn abseihen.

Bitte beachten Sie, dass auch traditionell verwendete Kräuter Nebenwirkungen haben können und nicht grundsätzlich für jeden geeignet sind. Vermeiden Sie einen übermäßigen und übertrieben Genuss. NICHT verwenden bei Herzbeschwerden, Nierenerkrankungen oder Leiden, bei denen eine Steigerung der Harnmenge unerwünscht ist.

Der Wermutstropfen, der keiner ist